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Kesselfleischessen am 18.11.2013 im Schützenheim Altkirchen

Volles Haus beim Kesselfleischessen der CSU

Die CSU Sauerlach hatte zum alljährlichen Kesselfleischessen geladen, und rund 90 Gäste waren der Einladung ins Schützenheim Altkirchen gefolgt. Angesichts der bevorstehenden Wahl im März 2014 lag der politische Schwerpunkt heuer ganz auf kommunalen Themen. Redner und Diskussionspartner waren passend dazu Sauerlachs CSU- Bürgermeisterkandidat Paul Fröhlich und der CSU-Landratskandidat für den Kreis München, Christoph Göbel.

In seiner Rede stellte sich Paul Fröhlich, 50 Jahre und beruflich als Kämmerer der Gemeinde Oberhaching tätig, den interessierten Gästen vor. Thematische Schwerpunkte setzte Fröhlich in den Bereichen Ehrenamt, Gewerbe und Wohnen. Das Ehrenamt im Ort gelte es zu erhalten, zu fördern und zu stärken. Als mustergültig nannte Fröhlich das Schützenheim der Altkirchner Gastgeber, die in 20.000 Arbeitsstunden ein gesellschaftliches Zentrum einschließlich Räumen für die Jugend geschaffen habe.

Das Gewerbe am Ort gelte es zu unterstützen, dazu gehörten z.B. die Attraktivität der Gemeinde, Parkraum oder die Beteiligung an Ausschreibungen. Die Bürger rief Fröhlich auf, Einkaufsgelegenheiten im Ort zu nutzen.

Kritisch sieht Paul Fröhlich die Grundstücksverkäufe der amtierenden Bürgermeisterin, den Verkauf von Bahnhofsgebäude und zentralen Grundstücken nannte er einen Fehler. Ebenso stelle er sich unter  Wohnraum für Gemeindebürger etwas anderes vor, als das, was jüngst am Ort angeboten wurde. Die Preise seien zu hoch, die Vergabekriterien intransparent gewesen. Hier wäre auch unter Beachtung von EU-Vorgaben mehr für Einheimische drin gewesen. Besonders wichtig sei, Wohnraum für alle Menschen zu schaffen, eine Gemeinde brauche Wohnraum für alle sozialen Schichten.

Landratskandidat Christoph Göbel ist Bürgermeister der Gemeinde Gräfelfing und kennt als stellvertretender Landrat die Aufgaben der Kreisverwaltung. 34000 juristische Bescheide verließen jährlich das Landratsamt, da könnte auch Fachwissen nicht schaden, betonte der studierte Jurist. Ebenso wichtig sei aber Bürgernähe, hier komme ihm seine Erfahrung als Bürgermeister zu Gute. Göbel stellte in seiner Ansprache den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns. Die Verwaltung müsse Bürgernähe zeigen, den Bürger als Kunden begreifen.

Als besondere Herausforderung des von Zuzug geprägten Landkreises sieht Göbel die Notwendigkeit, Infrastruktur und soziale Angebote an das Wachstum anzupassen. Gleichzeitig müsse der Kreis seine Identität bewahren.

Weiter möchte Göbel die nötigen Rahmenbedingungen für eigenständiges Wohnen im Alter schaffen, den öffentlichen Nahverkehr bürger- und praxisnaher gestalten und die Kooperation von Gemeinden und Kreisbehörde verbessern. Er fasste seine Rede zusammen mit dem klaren Ziel: Wohnen, Leben und Arbeiten für alle!

Im Anschluss an die Ansprachen hatten die Gäste Gelegenheit, Fragen an die Redner zu richten - wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. So wurde an Paul Fröhlich der Wunsch herangetragen, die Einkaufsmöglichkeiten in Arget zu verbessern und bezahlbaren Wohnraum für Menschen zu schaffen, die gerne im Ort bleiben möchten. Nach Alternativen zum Verkauf von gemeindeeigenem Grund gefragt, zeigte Fröhlich sein Fachwissen und erläuterte die Möglichkeiten von Pacht- und Fördermodellen für die Schaffung von Wohnraum.

Gegenüber Christoph Göbel wurde die derzeitige Situation und Bearbeitungsdauer im von Anträgen Landratsamt angesprochen. Hier warb Göbel dafür, den einzelnen Mitarbeitern mehr Verantwortung in ihren Aufgabenbereichen zu übertragen und ihnen Wertschätzung in ihrem Fach entgegenzubringen. Anliegen müssten zügiger entschieden werden.

Mit Dank an alle Helfer und die Metzgerei Gaigl, die das Kesselfleisch spendete, schloss der Ortsvorsitzende Markus Hoffmann die Veranstaltung. 

 

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